Holzimpulszentrum Ansicht

Treffen mit dem Holzimpulszentrum

In der vergangenen Woche traf sich unser Kreisvorsitzender Norbert Jung mit dem Geschäftsführer des Holzimpulszentrums (HIZ), Christian Schiffner. Nach Auslauf der Bundesförderung hat das HIZ eine neue Rechtsform mit Christian Schiffner als Geschäftsführer und beginnt auf eigenen Füßen zu stehen. Dieses und das aktuelle Problem „Windwurf“ haben das Treffen thematisch bestimmt.

Nach einer Tour durch das Gebiet um Bodenschwende bis hinunter zur Wippertalsperre, wo die gravierendsten Sturmschadenflächen vorzufinden sind, erläuterte Christian Schiffner die aktuelle Situation des HIZ (Holzimpulszentrum) und die Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung der Sturmschäden.

Dabei wurden auch Kritikpunkte an der Landespolitik bei der Unterstützung dieser Arbeiten angesprochen.

Mansfeld-Südharz ist bundesweit der am stärksten betroffene Landkreis, was die Sturmschäden betrifft. Es wird geschätzt, dass ca. eine halbe Million Festmeter Sturmholz angefallen sind. Diese müssen schnellstmöglich aus dem Wald gebracht werden, insbesondere um einen ausgedehnten Borkenkäferbefall abzuwenden. Das Überangebot an Holz hat jedoch gravierende Auswirkungen auf den Holzmarkt und -preis.

Die regelmäßigen Durchforstungen können auch nicht problemlos für eine gewisse Zeit eingestellt werden. Bei Roßla wurde daher ein großer Nasslagerplatz eingerichtet, der am Ende etwa 100.000 Festmeter fassen soll. Durch diese Lagerung soll der Holzpreis einigermaßen stabil gehalten werden.

Auf Initiative des HIZ hat sich der Arbeitskreis „Windwurf Südharz“ gebildet, welcher sich aus Waldbesitzern und Forstleuten zusammensetzt, um mit gebündelten Kräften der Situation Herr zu werden. Denn es fehlt an Personal, finanzieller Unterstützung und teilweise an hilfreichen schnellen Ausnahmeregelungen, z.B. bei der Kabotageregelung für den Güterverkehr. Mit einem Schreiben bezüglich dieser Problematiken hat sich der Arbeitskreis Anfang Mai an das MULE (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie) gewendet.

Das HIZ geht in die Richtung, sich auch in Zukunft verstärkt als Dienstleister für die Forst- und Holzbranche in der Region zu etablieren. Dabei ist daran gedacht Forschung und Entwicklung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen und anzustoßen. Auch in dieser Branche zeigt sich das Problem, dass viele Firmen ihre Hauptsitze an anderen Standorten haben und insbesondere Forschung und Entwicklung dort durchgeführt werden.

Es ist wünschenswert, dass die Pläne des HIZ aufgehen. Wir werden in Kontakt und Austausch bleiben.

Unser Kreisverband steht seit der Gründung des Holzimpulszentrums in Rottleberode mit diesem in regelmäßigem Kontakt. Der Gründer des HIZ, Professor Zscheile, besuchte die Räumlichkeiten des Kreisverbandes; im Gegenzug waren wir mit Claudia Dalbert, damals noch als Fraktionsvorsitzende von B90/Grüne im Landtag Sachsen-Anhalt, in Rottleberode und nochmals mit unserem Landtagsabgeordneten Wolfgang Aldag im vergangenen Jahr. Bei diesem Besuch konnten wir auch die Firma Ante besichtigen.

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