Abbau von Naturgips gestoppt – Pressemitteilung

Naturschutz und gute Arbeit dürfen im Südharz nicht gegeneinander ausgespielt werden

Christine Reimann

Zur Entscheidung, die geplante Weißfläche im Karstgebiet Mansfeld-Südharz aus dem Landesentwicklungsplan zu streichen, erklärt die Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Sangerhausen, Christine Reimann:

„Die Entscheidung, die Weißfläche aus dem Landesentwicklungsplan zu streichen, ist eine gute Nachricht für den Südharz. Sie zeigt vor allem, wie wirkungsvoll das beharrliche Engagement der Bürgerinitiative, der Naturschutzverbände und vieler engagierter Menschen vor Ort war.“

Über Monate hinweg hätten zahlreiche Menschen deutlich gemacht, welche Bedeutung die Südharzer Karstlandschaft als Natur-, Kultur- und Lebensraum habe.

„Ohne diesen öffentlichen Druck wäre diese Entscheidung kaum denkbar gewesen. Dafür gebührt den vielen Engagierten großer Respekt und Dank.“

Christine Reimann

Gleichzeitig warnt Reimann davor, die Debatte als Gegensatz zwischen Naturschutz und Arbeitsplätzen darzustellen.

„In der aktuellen Diskussion entsteht teilweise der Eindruck, hier hätten sich rein naturschutzrechtliche Interessen gegen wirtschaftliche Perspektiven durchgesetzt. Das greift aus meiner Sicht zu kurz.“

Natürlich seien Sorgen um Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung in der Region berechtigt. Gerade deshalb brauche es jedoch langfristige und nachhaltige Perspektiven für den Südharz.

„Der eigentliche Anspruch sollte sein, die wirtschaftliche Stabilität unserer Region nicht nur zu sichern, sondern neue Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung zu schaffen –  und zwar ohne dafür sensible Natur- und Kulturlandschaften abzubauen.“

Reimann verweist dabei auf die Chancen nachhaltiger Regionalentwicklung: Recycling und Kreislaufwirtschaft, nachhaltiger Tourismus, regionale Wirtschaftskreisläufe sowie die UNESCO-Anerkennung des Biosphärenreservates als Standortfaktor könnten langfristig neue Perspektiven für die Region schaffen.

Bereits Ende 2024 hatte Reimann mit ihrer Fraktion DIE LINKE/Grüne im Kreistag einen Antrag eingebracht, der sich mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven für die Region befasste.

„Ein Biosphärenreservat und konsequenter Naturschutz sind kein Hindernis für wirtschaftliche Entwicklung, sondern können ein echter Zukunftsfaktor für den Südharz sein. (…)“

Christine Reimann

„(… ) Mit den personellen Ressourcen in der SEG und im Biosphärenreservat sowie dem Strukturwandelprojekt „InnovationsHub FOKUS HOLZ + KLIMA“ das ja, laut Landrat Schröder, auch weitere nachhaltige Baustoffe umfassen wird, wurden gute Voraussetzungen geschaffen. Wir sollten sie klug nutzen!“